Lebensgefühle. Wie es ist, ein Mensch zu sein

 

Cover Fellmann Lebensgefühle, humanismus aktuell
Cover: Felix Meiner Verlag

Frieder Otto Wolf kommentiert ausführlich Fellmanns Versuch, eine Philosophie des „Lebensgefühls“ – dessen Grundtenor in der Moderne die Erotik sei – zu erneuern, und sieht einen Mangel an historisch-kritischer Perspektive.

Autor: Ferdinand Fellmann
Verlag: Felix Meiner Verlag
Erschienen: 2018
Seiten: 141
Preis: 16,90 €
ISBN/ISSN: 978-3-7873-3433-9
Rezensent: Frieder Otto Wolf

 

 

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>>> Lebensgefühle. Wie es ist, ein Mensch zu sein. (Fellmann)


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2 Kommentare

  1. Die Rezension von Herrn Wolf ist hilfreich, da sie mich auf Ungenauigkeiten in meinem Buch hinweist. Generell allerdings kann ich seinen Vorwurf, meine Rehablitierung der Lebensphilosphie überspiele die schlimmen politischen Konsequezen, nicht akzeptieren. Die Behauptung, dass die Vertreter der Lebensphilosophie sich bruchlos in den Faschismus eingegleidert haben, bedarf der Differenzierung. Sicherlich waren die frühen Lebensphilosophen national-konservativ eingestellt, aber keiner hat das nationalsozialistiche Schreckensregime gutgeheißen. Sie sind nachträglich von den Nationalsozialisten instrumentalisiert worden. Ganz ähnlich verhält es sich mit den Linksintellektuellen der Nachkriegszeit, die zunächst an kommunistische Ideale geglaubt haben, bis ihnen klar wurde, was die Diktatur des DDR-Regimes daraus gemacht hat. In meinem Buch versuche ich, den humanen Kern der Lebensphilosophie jenseits von politischen Ideologien aufzuzeigen, so wie er sich in elementaren Lebensgefühlen der Menschen zu allen Zeiten niederschlägt.
    Ferdinand Fellmann

  2. Ich fürchte, in diesem Punkt sollten wir etwas strenger sein! Nachträglich hatten ja alle ihre ‚Vorbehalte‘ gegenüber dem Nazi-Regime…
    Wir sollten schon fragen, was ein breites Spektrum deutscher Philosophien – und die Lebensphilosophie war da gewiss nicht die einzige philosophische Richtung – derart allzu bereit zur Eingliederung in das durchaus polyphone Konzert der Philosophien unter dem Nazi-Regime gemacht hat!
    Und dann steht natürlich auch die Frage im Raum, ob es überhaupt in der Philosophie etwas gibt, was völlig „jenseits der politischen Ideologien“ steht oder liegt …
    Frieder Otto Wolf

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